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Nachts wach liegen:
warum Schlafqualität wichtiger ist als Schlafdauer

Sie liegen im Bett, der Raum ist still, doch Ihr Kopf bleibt aktiv. Vielleicht schauen Sie auf die Uhr, zählen die Stunden oder fragen sich, ob Sie morgen funktionieren werden.

Nachts wach zu liegen gehört zu den häufigsten Schlafproblemen. 

Und dennoch geht es dabei selten um zu wenige Stunden Schlaf, sondern viel häufiger um zu wenig Ruhe.

Auf dieser Seite teilen wir Erkenntnisse aus dem Tuur® Podcast über Wachliegen, Grübeln und darüber, warum der Fokus auf „8 Stunden Schlaf“ oft zusätzlichen Druck erzeugt.

Fakt oder Mythos: Braucht jeder 8 Stunden Schlaf?

Das ist ein Mythos.
Wie Schlafexperten im Podcast erklären, wird Schlaf heute nicht mehr ausschließlich über die Dauer beurteilt. Entscheidend ist, wie erholsam Ihr Schlaf ist. 

Wichtig zu wissen: Der Schlafbedarf unterscheidet sich stark von Mensch zu Mensch. Manche kommen mit 6 Stunden Schlaf gut zurecht, während andere 8 Stunden oder mehr benötigen. Qualität ist ausschlaggebend. 

Wer sich an der Vorstellung festklammert, dass 8 Stunden Pflicht sind, erlebt häufig: zusätzlichen Druck im Bett, Angst vor dem Wachliegen und mehr Wachheit statt Entspannung. Und genau diese Wachheit hält Sie wach.

Warum beginnen wir gerade dann zu grübeln, wenn wir nicht schlafen können?

Viele Menschen, die wach liegen, erkennen dieses Muster: Das Grübeln beginnt, sobald das Licht ausgeht.

Das ist kein Zufall. 

Im Podcast wird dies klar erklärt:
Man schaltet in einen Problemlösungsmodus. Das Gehirn will alles lösen und bleibt wachsam.

Was passiert: 

  • Ihr Gehirn erkennt „ein Problem“
  • Es schaltet auf Denken, Planen und Analysieren um
  • Die Wachheit nimmt zu
  • Entspannung verschwindet 

Für Schlaf brauchen Sie genau das Gegenteil:
Loslassen statt Lösen.

Über das Grübeln grübeln

Was das Wachliegen zusätzlich erschwert, ist, dass Menschen oft beginnen, über das Grübeln selbst zu grübeln. So entsteht ein Teufelskreis, der nichts mit Ihrem Bett oder Ihrer Matratze zu tun hat, sondern alles mit mentaler Wachsamkeit.

Gedanken wie:

  • „Warum kann ich nicht schlafen?“
  • „Morgen wird eine Katastrophe“
  • „Ich muss jetzt schlafen“

Diese Gedanken führen dazu, dass:

  • Der Körper angespannt bleibt
  • Der Schlaf noch unerreichbarer erscheint
  • Die Nacht als Scheitern erlebt wird

Wie können Sie das Grübeln loslassen?

Schlafexperten betonen, dass Grübeln nicht einfach „abgeschaltet“ werden kann, wohl aber verlagert.

Eine Technik, die häufig empfohlen wird, ist ein fest eingeplantes Grübelmoment am Tag. 

Im Podcast wird dies so beschrieben:

Schreiben Sie alles aus dem Kopf auf Papier, damit Sie es nicht mit ins Bett nehmen müssen.

Das Ziel ist nicht, alles zu lösen, sondern die mentale Arbeit aus der Nacht herauszunehmen.

Was bedeutet das für Ihre Schlafumgebung?

Wenn Sie wach liegen, wird jedes Detail wichtiger. Eine ruhige, unterstützende Schlafumgebung hilft dabei:

körperliche Spannungen loszulassen, bequem liegen zu bleiben und nicht zusätzlich gereizt zu werden. Ein Bett kann Grübelgedanken nicht stoppen, aber es kann dafür sorgen, dass Ihr Körper nicht für Unbehagen kompensieren muss. 

So bleibt die Schwelle zum Einschlafen niedriger.

Möchten Sie mehr Einblicke in Wachliegen und Schlaf?

Im Tuur® Podcast gehen Schlafexperten näher ein auf:

  • Wachliegen und Grübeln
  • Schlafqualität versus Schlafdauer
  • Mentale Ruhe vor dem Einschlafen
  • Realistische Erwartungen rund um den Schlaf

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