Schlafapnoe: Was ist das?
Wenn die Schlafapnoe häufig und lange anhält, stellt sie ein gesundheitliches Problem dar. Haben Sie zwar schon etwas von Schlafapnoe gehört, sind sich aber nicht sicher, was das genau ist? Im untenstehenden Artikel erfahren Sie, was Schlafapnoe genau ist, welche Ursachen es haben kann, welche Symptome es gibt und wie man es behandelt.
Definition von Schlafapnoe
Jeder erlebt während des Schlafs irgendwann eine Schlafapnoe. Aber was genau ist Schlafapnoe? Schlafapnoe ist ein kurzes Aussetzen der Atmung von mindestens 10 Sekunden. Unser Körper erkennt eine solche Atempause und sendet ein Signal an das Gehirn, damit der Körper aufwacht und wieder zu atmen beginnt. Wenn Schlafapnoe häufig und in großem Ausmaß auftritt, kann diese Schlafstörung zu problematischen Folgen führen. Wenn jemand 10 bis 15 Apnoen pro Stunde erlebt, spricht man vom Schlafapnoe-Syndrom.Arten der Schlafapnoe
Es gibt 3 Arten von Schlafapnoe:
- Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS): Hierbei liegt eine Obstruktion der Atemwege vor, die zu einem erhöhten Atemwiderstand führt.
- Zentrales Schlafapnoe-Syndrom (ZSAS): Bei dieser Variante sendet das Gehirn keine Impulse an die Atemmuskulatur.
- Kombination aus OSAS und ZSAS: In diesem Fall liegen beide Ursachen vor.
Symptome der Schlafapnoe
Es gibt eine Reihe von Symptomen, anhand derer Sie das Schlafapnoe-Syndrom erkennen können:
- Aufschrecken aus dem Schlaf
- Starkes Schnarchen
- Häufiges nächtliches Wasserlassen
- Morgendliche Kopfschmerzen
- Trockener Hals beim Aufwachen
- Tagesmüdigkeit
- Nachtschweiß
Ursachen der Schlafapnoe
Wie bereits erwähnt, haben OSAS und ZSAS unterschiedliche Ursachen. Es gibt mehrere Faktoren, die das Risiko einer Schlafapnoe erhöhen:
- Übergewicht
- Hoher Alkoholkonsum
- Verwendung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln
- Rauchen
- Schlafen auf dem Rücken
- Vergrößerte Mandeln oder vergrößertes Zäpfchen
- Nasenverstopfung
- Hormonelle und Stoffwechselstörungen
- Genetische Veranlagung
Medizinische Folgen der Schlafapnoe
Schlafapnoe ist eine lästige Schlafstörung und hat daher eine Reihe negativer Folgen:
- Schläfrigkeit: Zu kurze Schlafphasen verursachen tagsüber Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und manchmal Gedächtnisverlust. Dadurch ist auch das Risiko von Verkehrsunfällen erhöht.
- Sauerstoffmangel: Dies führt dazu, dass lebenswichtige Organe im Körper weniger effektiv funktionieren.
- Herz- und Gefäßerkrankungen: Es ist ein Risikofaktor für erhöhten Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzerkrankungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle.
Behandlung der Schlafapnoe
Nasenmaske/CPAP
Die am häufigsten verwendete Behandlung für Menschen mit Schlafapnoe ist CPAP (kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck). Diese Schlafmaske ist mit einem Kompressor verbunden, der zusätzliche Luft in Nase und Rachen bläst.
Mundgerät/MAD
Eine weitere Behandlung bei leichter Schlafapnoe (und bei starkem Schnarchen) ist die Verwendung eines Mundgeräts, auch als Unterkieferprotrusionsschiene (MAD) bekannt. Dieses Gerät wird über die Zähne geschoben, wodurch der Unterkiefer während des Schlafs nach vorne gehalten wird.
Chirurgische Behandlung
In einigen Fällen wird bei Schlafapnoe eine chirurgische Behandlung angewendet. Dabei gibt es zwei verschiedene Techniken:
- UPPP (Uvulopalatopharyngoplastik), bei der das Zäpfchen, die Gaumenbögen und ein Teil der Rachenschleimhautwand entfernt werden. Diese Behandlung hat meist mehr Einfluss auf das Schnarchen als auf die Schlafapnoe.
- MMA (Maxillomandibuläre Advancement-Osteotomie): Bei diesem Eingriff werden Ober- und Unterkiefer nach vorne verlagert. Diese Verschiebung schafft eine breitere Öffnung des Rachens, wodurch ein Kollaps während des Schlafs erschwert wird.